27/02/2016 - Trinidad

10 Leute waren wir im nicht mehr ganz aktuellem Minivan. Nicht sehr viel Platz. Unser Fahrer ein bisschen überdreht, grüßend, telefonierend, rauchend, austeigend, Frauen nachpfeifend legten wir die ersten Kilometer zurück. Auf der Autobahn (nicht zu vergleichen mit unseren; es sind auch Fußgänger, Pferderkutschen, Radfahrer usw. unterwegs) war eine Fahrtrichtung wegen eines Radrennens gesperrt, sodass wir Gegenverkehr hatten. Unser Fahrer setzte zum Überholen mehrerer Fahrzeuge an, als ein Fahrzeug vor uns mit Blinker und Handzeichen signalisierte links abzubiegen. Warum unser Fahrer nicht bremste wissen wir nicht, wir vermuten die Bremsen haben versagt. Wir rumpelten über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn. Fazit: Sichtbare Schäden waren 3 kaputte Räder.

1:30 warten auf Ersatzauto. Wenn wir vorher glaubten, dass im Minivan wenig Platz war, wurden wir jetzt eines Besseren belehrt. 7 weitere Stunden dauerte die Fahrt nach Trinidad. Ich hatte Glück, ich saß vorne.

Ford 1948

 

Totalfahrzeit 10 Stunden. Aber dafür eng und hinten schlechte Luft durch die eigenen Abgase.

Wir werden die nächsten Fahrten wohl mit den moderneren Viazulbussen absolvieren.

Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten schöne Unterkunft in Trinidad gefunden. Kleines Nachtmahl, heiße Dusche -> Nachtruhe. Es ist ziemlich kalt.

 

26/02/2016 - Vinales

Die Tour heute ins 25 km entfernte "Pinar del Rio" um 40 CUC (fürs Taxi) war eher bescheiden und kann getrost ausgelassen werden. Zuerst stand eine Besichtigung einer kleinen Tabakfabrik an, die ja noch recht interessant war. 5 CUC Eintritt pP. Zuerst bekamen wir eine 5 Minuten Information, dann schauten wir den Arbeitern bei der mühsamen händischen Zigarrenfertigung zu. Sie arbeiten 8 Stunden pro Tag, müssen mindestens 100-120 Stück herstellen und bekommen einen monatlichen Lohn von ca. 40 CUC (~40€). Die Einschulung dauert 9 Monate. Leider durfte man keine Fotos machen.

Tabakfabrik

Anschließend ging es in eine Rumfabrik. Nebenbei sei noch zu erwähnen, dass überall, wo wir waren und hinfuhren (auch am Vortag) die Touristenbusse, mit den natürlich beinhalteten Touristen, einfielen. In der Rumfabrik "Guayabita del Pinar" waren also eine große Menge Menschen, die gleich eine Kostprobe des Rums (süß und trocken) in netten kleinen Urinbecherln zum Verkosten bekamen. Natürlich waren wir gleich dabei. Man konnte auch gleich welchen kaufen. Was es dann dort noch zu besichtigen gab entzieht sich unserer Erkenntnis. Wir lasen nachher jedenfalls im Führer, dass es eine Guavenrumfabrik war; ahhh darum auch das kleine Schüsserl mit den eingelegten Guaven.

Ein Teil der Rumfabrik

Frohen Mutes ging es zum Taxler zurück, der uns gleich wieder nach Vinales führen wollte, obwohl noch das Museum "Museum of Sciences" auf der Liste stand. Wir reklamierten, er drehte um und wir genossen die wahnsinninig schöne Ausstellung um 1 CUC pP. Fotografieren hätte noch 2 CUC gekostet. Oida Schwede, so a Science hast selten gesehen.

Museum

Nach diesem weiteren Highlight fuhren wir zurück nach Vinales, wo wir uns wieder beim Telepuntos Hotspot kurz ins Internet einwählten. Auch kauften wir uns 4 neue Zugangskarten für 8 CUC jeweils für eine Stunde gültig.

Ottos Handy empfängt leider kein WLAN

Am Heimweg statteten wir noch den recht schönen botanischen Garten "El Jardin de Caridad" einen Besuch ab. Unsere Unterkunft liegt etwa einen halben Kilometer außerhalb von Vinales in einer kleinen Siedlung. Zurück angekommen, machten wir uns auf, die dahinterliegende Landschaft zu erforschen. Über Felder, durch Stacheldrahtzäune, bei Pferden, Rindviechern, Ziegen, Schweinen usw. vorbei zogen wir dahin. Von einem Bauern mitten in der Pampa wurden wir seltsamerweise mit 3 "Pinar Colada" um 9 CUC bewirtet. Die Rumflasche stellte er uns zur Verbesserung des Geschmacks zur Verfügung.

Tabak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgen gehts weiter nach Trinidad. Wir haben uns anstatt des Viazulbusses für einen Taxianbieter mit Minivan entschieden, der die Strecke in 6 1/2 Stunden statt 10 Stunden bewältigt. Mehr dazu morgen.

 

Sonstiges: Die Abgase der meisten motorisierten Fahrzeuge sind enorm. In der Stadt ist das Atmen manchmal fast unmöglich, wenn so eine Abgasschleuder vorbeifährt. Noch ärger ist es, wenn man hinter so etwas nachfährt. Noch zu erwähnen wäre, dass auch Ochsenkarren und Elektroscooter!! zu sehen sind.

Resümee von Vinales: Wunderschöne Landschaft, viele Touristen (auch Tagestouristen) und überteuerte teils uninteressante Ausflüge.

 

25/02/2016 - Vinales

Um 10:00 ging's los mit einem Pkw nur für uns, 20 CUC für die Tour excl. Eintritte. Zuerst ging es zu einer 5,5 km nördlich von Vinales gelegenen Höhle "Cueva del Indio". Die einstige Behausung von Ureinwohnern wurde 1920 wiederentdeckt. Heute befahren Motorboote den unterirdischen Fluss, der durch eine elektrisch beleuchtete Höhle fließt.

Höhlenausgang

Danach besuchten wir eine Tabakplantage mit einem Trockenhaus für die frischen Tabakblätter.

Tabakplantage
Trockenhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging's zur Felsmalerei "Mural de la Prehistoria". Dieses 120 m hohe Gemälde wurde 1961 von "Leovigildo Gonzales Morillo" entworfen.

Mural de la Prehistoria

 

Am Schluss wurden wir zu einem Mirador "Hotel los Jazmines" gebracht, wo man eine wunderbare Aussicht auf die Landschaft hatte.

Valle de Vinales

Der Nachmittag wurde zum Bummeln im Zentrum genutzt. Auch fragten wir bzgl. Unterkunft in "Cayo Coco" nach, wo wir am Ende unserer Reise noch ein paar Tage relaxen wollen. Im Ressort "Melia Cayo Coco" wären noch Zimmer um 91 CUC pP frei. All inclusive. Super Anlage, ich war schon 2008 dort. Im Lonely Planet sind die DZ mit 390 CUC angeführt. Wir freuten uns. Da die Reisebüros hier keine Flüge buchen, gingen wir zum Hotspot und wollten selbst den Flug von "Cayo Coco" nach "Havanna" übers Internet buchen. Anreise werden wir mit dem Bus und Taxi machen. Die einzigen freien Plätze waren am 10/03 - unserem Wunschtermin. Aber leider nur drei. Wie verhext. Wieder Neue Planung!!!

Vinales
Tortenverkauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonstiges: Gabi hat Otto beerbt. Otto geht's wieder super.

 

Wetter: Teilweise bewölkt und kühler bei ca. 22/16

 

24/02/2016 - Vinales

Bei der Anreise in "Las Terrazas" mieteten wir unseren Taxifahrer gleich für die Weiterreise nach "Vinales". 110 km für 50 CUC. Alles hervorragend geklappt. In Vinales angekommen machten wir uns auf, Informationen einzuholen. Otto war aufgrund seiner nächtlichen beidseitigen Abnehmphase eher marod und blieb in der "Casa Partikulare", die uns unser Fahrer vermittelt hatte. Beim einem Telepuntos Blog einegstellt; weitere Reise besprochen; für morgen eine Tour gebucht; in der Unterkunft gegessen (außer Otto); 7 jährige Rumflasche in einem Restaurant gekauft (12 CUC); verkostet und aus.

Ausblick von der Unterkunft
Ausblick von der Unterkunft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wetter: Sehr heiß und am Abend Regen.

 

23/02/2016 - Las Terrazas

Vormittag ging's mit "Kanobi" um 25 CUC durch die Baumwipfeln. Kanobi ist quasi "flying fox" in Kuba. Die Mutigen 3 - Michi, Otto und Ich - flogen wie die hier wohnhaften frei lebenden Geier über "Las Terrazas" und den "Lago del San Juan". 6 Seilabschnitte mit ca. 1353,87 Meter war Herausforderung. Wir schafften alles.

Die mutigen 3
Längster Abschnitt
Hol's der Geier














Nachmittags machten die Mutigen 3 noch eine 2 stündige geführte Wanderung. Der 7,6 km lange Weg "El Contento" führt durch das Vorgebirge des Schutzgebietes. Am Weg liegen die beiden ehemaligen Kaffeeplantagen "San Ildefonso" und "El Contento".

Haus der damaligen französischen Kaffeeplantagen

Abends war Schwimmen im Naturpool, Essen und Blog schreiben die Hauptbeschäftigung.

 

Wetter: schwül

 

22/02/2016 - Las Terrazas

Punkt 09:00 war das Taxi da.

Chevrolet

Für Kuba ein Wahnsinn. In 01:30 Stunden waren wir in "Las Terrazas". Wir mieteten uns in rustikalen Hütten in "Banjos del San Juan" ein. Klo und Gemeinschaftsdusche extra. Es ist genau meines. Für Otto ok, für Gabi furchtbar für Michi noch nicht abschätzbar. Wir bleiben 2 Nächte. Im Naturpool schwimmend, Kleinigkeiten essend, Bier trinkend, Blog schreibend verbrachten wir die ersten Stunden.

Hütte
Naturpool

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem Bus, der an und für sich nur Einheimische transportieren soll, fuhren wir zum 4 km entfernten Dorf "Las Terrazas". Nach plötzlichem Stillstand des Busses konnte der Fahrer keinen Gang mehr einlegen; ergo dessen, die Männer raus und bergauf anschieben. Das ist Kuba pur.

Hau Ruck

Las Terrazas: Dieses 1968 auf 5000 ha heruntergewirtschaftetem Land rund um die Ruinen einiger Kaffeeplantagen angelegte Gebiet ist Teil eines Unesco-Biosphärenreservates. 1971 wurde ein künstlicher See angelegt und an seinem Ufer ein Dorf für die Einwohner der Gegend errichtet. Kubas erstes Ökodorf ist eine florierende Gemeinde mit 1200 Einwohnern.

Las Terrazas

Zurück ging's mit einem Taxi um 4 CUC.

 

Sonstiges: Taxi ist alles was stehenbleibt und dich weiterbringt ;-)

 

21/02/2016 - Havanna

Hotel Nacional

Nach einem Frühstück ging es ins "Hotel Nacional" (*****) um schnelleres Internet zu ergattern. Wir wurden in den Business Bereich verwiesen. Die dort ansässige Oberaufseherin teilte uns mit, dass das Internet momentan sehr langsam sei und dass die Gäste des Hotels Vorrang haben. Bei einem Schalter in der Lobby holten wir uns noch wertvolle Informationen bzgl. Weiterreise bevor wir diesen schicken Ort wieder verließen. Während Otto und Gabi dem "Museo de la Revolucion" einen Besuch abstatteten, schlugen wir uns über den "Plaza de la Revolucion" zum Viazul Busterminal durch um für den nächsten Tag (Montag) Plätze nach "Las Terrazas" zu reservieren. Frühestens Mittwoch war die Erwiderung. Zurück vor's Gebäude zu den Keilern. Folgender Deal wurde gemacht: Taxi holt uns morgen von der Unterkunft ab und fährt uns nach "Las Terrazas" um 50 CUC. Danach ging's mit einem Taxi in die Bar "Floridita", wo uns Gabi und Otto schon erwarteten.

Ernesto "Che" Guevara
Monumento a José Miguel Gomez
Mangrovenbaum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend waren wir im Lokal 1830, Salsa tanzend den Aufenthalt in Havanna ausklingen lassend.

Resümee: Havanna ist noch immer sehr baufällig. Rund um den "Parque Central" wird wie die Sau renoviert. Der Rest kämpft gegen den stetigen Verfall. Die Luftverschmutzung durch den Autoverkehr ist enorm. Die Abgase sind manchmal derart, dass einem die Luft wegbleibt.

Busabgase
Etecsa Telepuntos

 

20/02/2016 - Havanna

Wir versuchten es mit Internet. In Havanna gibt es keine privaten Internetcafes. Man muss eine Karte kaufen (3 - 5 CUC pro Stunde), um sich mit diesem Zugangscode bei einem Hotspot einloggen zu können. Diese Hotspots sind entweder bei "Etecsa Telepuntos" oder in etwas gehoberen Hotels. Wir kauften eine Karte bei einem Straßenhändler um 3 CUC und aktivierten diese gleich. Die Geschwindigkeit bei einem dort befindenden Hotspot (ein Bereich auf der Straße) war sehr langsam! Versuchen es morgen wieder. Sollten uns auch bzgl. Weiterreise schlau machen; na des wird noch was.

Mit einem "Hop On / Hop Off" Bus den Nachmittag verbracht. Wir passierten den "Plaza de la Revolucion", "Miramar" (Villen-und Botschaftsviertel) und vieles mehr. Stopp machten wir beim "Necropolis Cristobal Colon" (Eintritt 5CUC pP !!!!). Der Friedhof zählt zu den größten Nord- und Südamerikas. Er zählt als Nationalmonument und ist für seine kunstvollen Marmorstatuen berühmt.

Plaza de Revolucion
Necropolis Cristobal Colon

Essen waren wir im "Porto-Habana" im 11. Stock mit wunderbarer Aussicht.

 

Um ca. 22:30 machten wir uns noch auf den Weg ins Salsalokal "Casa della Musica". Ab ca. 00:00 spielte sogar eine 15 Mann starke Liveband. Es war ein interessanter und schöner Abend. Kulturen und Menschen verschiedener Länder kommen hier zusammen !!! Nach einem kurzen Fußmarsch entlang des "Malecon" waren wir um 03:00 zu Hause. Otto und Gabi schliefen zu dieser Zeit schon tief und lange.

 

Wetter: Bewölkt und windig, leider keine Temperatur wegen fehlender Internetverbindung. Wir schätzen 25 Grad.

 

19/02/2016 - Kuba / Havanna

Noch gestern: Verspätung für 18:05 war ja angesagt. Als auf der Anzeigetafel 17:45 aufschien kam Freude auf. "Goto Gate" war schon angezeigt. Dann wieder auf der Anzeigetafel 19:00. Also wieder Verspätung. Um ca. 19:00 nahmen wir dann Abschied von Cancun und erreichten Havanna um 20:12. Nach 1:27 Stunden waren dann auch schon die Gepäckstücke des Fluges da. Als ich dann endlich um ca. 22:00 draußen war, warteten meine Freunde schon 2 Stunden auf mich, obwohl sie meine Whatsapp bzgl. Verspätung nicht bekommen hatten. Mit dem Taxi (26 CUC ~ 26 €) ging's dann in die Unterkunft "apartamento-elba-habana" (17,50 CUC pP pro Nacht). Eingecheckt und nachher in einer kleinen Bar noch auf Gabis Geburtstag angestoßen.

Heute wurden wir zart durch den Frühverkehrslärm um 07:00 geweckt. Nach einer Frühstücksstärkung ging's durch das Universitätsviertel, den Malecon entlang in die Innenstadt "Havanna Vieja". Im Universitäts1/4 wurden wir von einem Studenten und einer Studentin herumgeführt und instruiert. Am Schluss tranken wir gemeinsam noch einen "El Negrom", den eigentlich sonst nur Einheimische trinken, die Touristen eher "Cubra Libre". Dann gaben wir ihnen 6 CUC (~6€) weil sie uns, wie es hier üblich ist, nach ein bisschen Geld fragten. Wir gaben es gerne, weil Sie sehr nett und freundlich waren und uns ein bisschen etwas von der Uni und Kuba erzählten.

Die nächsten Stunden schlenderten wir im und ums Viertel "Vieja" herum. Um ca. 18:30 waren wir mit viel Eindrücken zurück.

Universität
Malecon
Havanna Vieja
Prado
Für Touristenfahrten
Vieja
Einfach Kuba

Am Abend waren wir im Club "Florida" im gleichnamigen Hotel. Wir tanzten bis nach Mitternacht und gingen dann zufrieden ins Bett. Buenas noches !

 

18/02/2016 - Cancun -> Kuba / Havanna

Mein Flug wurde um 2 Stunden nach hinten verschoben. Sollte eigentlich 1 Stunde vor Gabi ankommen. Wollte ihr bei der Ankunft ein EIERSCHLÜPFGEDENKLIED singen. Nix is! Ich werde es trotzdem im Flugzeug singen.

Fuhr noch mit dem Bus R1 (11Pesos) in die "Hotel Zone" am "Playa Cancun". Wow, dort sind erst riesige Hotels. Das schon von Playa del Carmen bekannte "Riu" ist auch hier vetreten.

Playa Cancun
Hotel Riu
Eher kleine Strände für die riesen Hotels

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt geht's dann schön langsam los zum Flughafen. Mein Flug geht um 18:05, hoffe ich !

Da Cuba nicht sehr berühmt für WIFI sein soll, wird es wahrscheinlich nicht immer einen aktuellen Tagesblog geben. Ich werde trotzdem jeden Tag über unsere Tätigkeiten schreiben, veröffentlichen aber halt nur bei Internetverbindung.

 

Wetter: 26 Grad